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Aufgaben des Journalisten
Was einen guten Artikel ausmacht
- 3 Elemente eines gelungenen Artikels
- Die zentrale Aussage des Artikels
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DIE DREI ELEMENTE EINES GELUNGENEN ARTIKELS
Der Journalist steht -vor drei Herausforderungen:
- Er muss den Leser dazu bringen, den Artikel überhaupt anzufangen. Das leistet die Auswahl relevanter Themen, aber auch das Layout, inkl. Bildern und Überschriften.
- Er will Leser dazu bringen, den Artikel bis zu Ende zu lesen -> Einstieg, Aufbau
- Er will, dass der Leser sich nach dem Zuklappen der Zeitung auch noch an den Artikelinhalt erinnert.
->Recherche und Perspektive, sowie die zentrale Aussage des Artikels:
DIE ZENTRALE AUSSAGE DES ARTIKELS
Zu Beginn muss sich der Journalist immer fragen:
Was will der Artikel dem Leser mitteilen - was ist die Hauptaussage?
Diese Frage ist nicht mit der Perspektive zu verwechseln. Die die bestimmt ja nur, WIE man sich seinem Thema nähert. Nach ausgiebiger Recherche aber muss zusammen gefasst werden, WAS man herausgefunden hat. Die Perspektive fragt, die Hauptaussage antwortet.
z.B.
- Perspektive: WAS ist passiert, Hauptaussage: Ministerpräsident will Studiengebühren einführen, oder
- Perspektive: WAS ist davon zu halten, Hauptaussage: Die Landesregierung sieht nur die hohen Einnahmen und schert sich nicht um die Folgen für das Bildungssystem.
Die Hauptaussage muss klar sein, bevor auch nur irgend ein Wort geschrieben wird. Wenn nicht, werden Artikel in ihrer Aussage und ihrem Anliegen unklar. Es hilft häufig, sie über das Manuskript darüber zu schreiben, um sie ständig vor Augen zu haben. Natürlich kann sie auch geändert werden - nur ist das nach einer ordentlichen Recherche (inkl. Diskussion mit Experten/Redakteuren) nicht nötig.
Sie muss dabei nicht einseitig sein, sie kann auch lauten: Experten und Politiker streiten über Studiengebühren. Nur dann muss man sich wiederum fragen: WARUM streiten sie?
Das ist ist die Leistung eines guten Journalisten: Nicht nur sagen, was passiert, sondern auch, warum es passiert. Darum hat der Journalist auch die Pflicht, sich eine Meinung über das Geschehen zu bilden. Denn er beschäftigt sich viel intensiver mit dem Thema, als es der Leser kann und will. Der Journalist ist Dienstleister: Er nimmt seinem Leser die Recherche ab. Ihm präsentiert der Journalist seine Ergebnisse und Erkenntnisse in Form eines Artikels - was die Darstellung widerstreitender Aussagen durchaus einschließt. Ganz nach dem Prinzip: Hier hast du beide Seiten, bilde dir deine Meinung, sie entspricht meiner im Artikel.
Zwei Dinge schätzt der Leser ganz und gar nicht:
- Gelangweilt zu werden
- Bevormundet zu werden.
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