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5. Einstiege
Jeder zweite Leser wird nach diesem Satz nicht mehr weiterlesen. Drei von vier werden nicht einmal den nächsten Absatz erreichen. Deshalb ist der Einstieg entscheidend, um den Leser überhaupt zu den Inhalten hinzuführen. Der erste Satz im besonderen muss den Leser einfangen, ihn fesseln und neugierig machen auf das Folgende.
Wenn der Einstieg den Leser für sich gewinnen will, muss er ihn reizen. Er muss gespannt werden auf das, was nach dem ersten (Ab-)Satz folgt. Dies wird er prinzipiell mit folgenden Begriffen und Wörtern:
- Relevanz: Aktuelle Themen (z.B. Maut, K-Frage) oder Begriffe, die den Leser direkt betreffen (z.B. Studiengebühren), sei es seinen Beruf, sein Vermögen, seine Karriere oder seinen Wohnort.
- Bilder: Beschreibungen lassen konkrete Bilder im Kopf entstehen, deswegen lösen sie intensive Reize aus.
- Reizbegriffe, aus den Bereichen Sexualität, Verbrechen, Katasthrophen, Terror, Esoterik - diese berühren unmittelbare Interessen (Fortpflanzung, Überleben, Sicherheit, Daseinsgrund usw.) Vor allem Boulevardzeitungen arbeiten mit diesem Mittel sehr erfolgreich - weil sie diese Reizwirkung intensiv nutzen.
- Promi-Namen: Geht immer. Übersättigung geht dabei nicht, nur die Intensität steigt an. Sie lösen in jedem Fall einen Reiz, und damit Neugier aus. -> Assoziation eines Themas über einen Promi: Welche Berühmte macht das, wer ist/war betroffen?
- Ahnung: Andeutungen, Vorwegnahme des Schlusses usw. machen neugierig, das ganze Bild kennenzulernen.
- Gegensatz: Bekanntes Muster aus Sport, Politik usw. Deswegen machen Gegenpositionen, Streits immer neugierig. Da passiert was.
- Sprachliche Regeln: Alliterationen, Reime usw. setzen nicht bei thematisch Bekanntem, sondern im Sprachzentrum bei bekannte sprachlichen Mustern an.
Im folgenden werden typische Einstiege dargestellt und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile benannt.
WANN PASST WELCHER EINSTIEG?
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